PEJ Bundeskongress 2014: Deutsch-französische Freundschaft erneuert

Aachen (dn) Im Jahr 814 starb Karl der Große (Charlemagne) und hinterließ das erste europäische Reich. 1200 Jahre später trafen sich vom 7. bis 9. November 2014 die Teilnehmer der Bundeskonferenz der Paneuropa-Jugend Deutschland in der Karlsstadt Aachen. Zwei Punkte prägten die unter dem Motto „Europa zwischen Glanz und Gräben – Karl der Große unsere Zukunft“ stehende Versammlung junger Europapolitiker. Zum einen die Frage, wie dem europäischen, beziehungsweise deutsch-französischen Erbe Karls des Großen politisch entsprochen werden könne und zum anderen die Wahl des Bundesvorstands der Paneuropa-Jugend Deutschland e.V..

Nach einem Empfang im Aachener Rathaus am Freitag Abend, bei dem Prof. em. Dr. Max Kerner von der TU Aachen den Paneuropäern Leben und Wirken Karls des Großen näher brachte, sprachen am Samstag der Honorarkonsul Frankreichs Dr. Wolf Steinsieck, der Präsident der Internationalen Paneuropa Union Alain Terrenoire, sowie der Präsident der Paneuropa Union Deutschland Bernd Posselt, MdEP a.D. vor dem Bundeskongress. Themen ihrer Reden waren die Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft, die gemeinsamen Berufung auf Karl den Großen und die Feststellung, dass diejenigen, die utopische Ideen voranbringen wollten, oftmals diejenigen waren, die den Weg für etwas Großes bereitet haben – beispielsweise die geistigen Väter des heutigen Europa um Richard Coudenhove-Kalergi.

In der anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten Sabine Verheyen MdEP, der Vizepräsident der PEJ-Frankreich Sébastien Kopec, der Generalsekretär des dtsch.-franz Jugendwerkes Dr. Markus Ingenlath und Kapitänleutnant Moritz Brake darüber, wie Europa in Deutschland und Frankreich wahrgenommen werde und wie die Zusammenarbeit der beiden „Karls-Nationen“ noch weiter verbessert werden könnte.

Köpfe

Gruppenbild der Jungen Paneuropäer aus Deutschland, Frankreich, Österreich, Spanien, Rumänien und dem Kosovo vor dem Aachner Münster.

An die Podiumsdiskussion anknüpfend verabschiedeten der stellvertretende Vorsitzende der PEJ Frankreich Sébastien Kopec und der einstimmig wiedergewählte Vorsitzende der PEJ Deutschland Franziskus Posselt die „Déclaration d’amitié franco-allemande“. In dieser erklären beide Verbände ihre künftige Zusammenarbeit zu intensivieren, und bei regelmäßigen grenzübergreifenden Veranstaltungen den freundschaftlichen Austausch zu suchen und gemeinsame Positionen zu erarbeiten.

Neben dem 25-jährigen Münchner Lehramtsstudenten Posselt wurden auch die Sinologie- und Geschichtsstudentin Elena Luckhardt (Tübingen) und der Student der New Indian Studies Roman Wienbreier B.A. (Göttingen) als Stellvertreter wiedergewählt – ebenso der Politikberater Daniel Nagl M.A. (Roth) als Bundespressereferent und der BWL-Student Mario Piel (München) als Bundesschatzmeister. In der Folge wurde in Aachen der Vorstandsmitglieder neu gewählt. Der Lehramtsstudent und Vorsitzende der PEJ Bayern Christian Hoferer (Eichstätt) fungiert seither ebenso als stellvertretender Bundesvorsitzender, wie der Student der Sozialwissenschaften und Politik Johannes Volkmann (Friedrichshafen). Als Schriftführerin sowie Bundesgeschäftsführer komplettieren die angehende Juristin Laura Hemmer (Essen) und der After-Sales-Manager Marcus Schneid (Lenting) den neugewählten Vorstand.

Posselt zeigte sich zufrieden mit der dem Aachener Bundeskongress. Sein Ziel bis 2016: „die kommenden zwei Jahre die Zahl der Mitglieder und Kreisverbände der Paneuropa-Jugend Deutschland weiter steigern, die internationale Zusammenarbeit mit anderen Verbänden ausbauen und vermehrt Impulse in den politischen Prozess einbringen.“ Bereits für Dezember versprach er einen von der PEJ initiierten Vorstoß in Bayern.