Nationalistische Wahnideen und europäische Modellregionen – PEJ@43. Andechser Europatag

Andechs (dn) Die Paneuropa Jugend  freut sich mit einer starken Delegation aus aktiven und ehemaligen PEJ’lern aus Deutschland und anderen Ländern zum gelingen des 43. Andechser Europatages beitragen gedurft zu habe. Besonders gefreut hat uns das junge Feld der Referenten um Dr. Meinolfs Arens am Samstag und die Teilnahme unserer paneuropäischen Freundin Cristina Zelenac auf dem Podium am Sonntag. Beides zeigt, dass die paneuropäische Idee in der europäischen Jugend und den deutschen Akademikern viele Freunde hat. Anstatt eines eigenen Berichts aus Andechs sei an dieser Stelle aus der Pressemitteilung der Paneuropaunion zitiert:

„Wenn Nationalitätenprobleme in Mittel- und Osteuropa explodieren –
etwa in Bosnien-Herzegowina oder in der Schwarzmeerregion -,
fliegt das uns hier in Bayern und Deutschland zuerst um die Ohren.“

„Die Paneuropa-Bewegung sei seit ihrer Gründung 1922 für ein Europa der offenen Grenzen eingetreten, wie es in den letzten Jahren entstanden sei: „Aber offene Grenzen allein lösen die vielen Nationalitätenprobleme, die es gibt, nicht automatisch.“ Die Forderung nach einem Europäischen Volksgruppenrecht sei daher „keinesfalls marginal, sondern ein zentrales Thema der europäischen Zukunftsgestaltung. In der EU sind wir alle Minderheiten, und die kleinen Völker und Volksgruppen besitzen die gleiche Würde und den gleichen Wert wie die großen.“ Mit Blick nach Südosteuropa und in die östliche Nachbarschaft unterstrich Posselt: „Deshalb lohnt es sich für die europäischen Institutionen, sich sowohl mit den Problem- als auch mit den Modellregionen zu beschäftigen.“ Als Modellregionen bezeichnete er Südtirol oder Eupen-Malmédy in Belgien, als Problemregionen das Preševo-Tal in Südserbien oder das Baskenland. Bleibe die EU „minderheitenblind“, sei dies eine Gefahr für das ganze europäische Aufbauwerk. „Wenn Nationalitätenprobleme in Mittel- und Osteuropa explodieren – etwa in Bosnien-Herzegowina oder in der Schwarzmeerregion -, fliegt das uns hier in Bayern und Deutschland zuerst um die Ohren“, so Posselt, der im Parteivorstand der CSU die Funktion eines Ostmitteleuropa-Beauftragten ausübt.“