40 Jahre Paneuropa Jugend: Zeit für ein Bekenntnis

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Heidelberg/Roth (dn) „Europa einigen nicht trennen“, dieses Motto für den Jubiläumskongress hatte der Bundesvorsitzende der Paneuropa-Jugend Deutschland Franziskus Posselt bereits vor Monaten ausgegeben. Seiner Einladung nach Heidelberg gefolgt waren knapp 100 Mitglieder und Sympathisanten der PEJ Deutschland. Gemeinsam teilen sie in diesen Tagen die Sorge, dass ein längst überwunden geglaubter Nationalismus in Europa wieder die Oberhand gewinnt. Viel von dem, was die Europäische Einigung in den letzten Jahrzehnten hervorgebracht hat, sieht die Paneuropa Jugend gefährdet.

Der Verband, der 1975 von einer Gruppe junger Schüler um Bernd Posselt in Heidelberg gegründet wurde setzt sich seit 40 Jahren für ein geeintes, friedliches und starkes Europa ein. Dabei konnte er große Erfolge feiern, wie beispielsweise die Gründung des Brüsewitz-Zentrums für Menschenrechte, die maßgebliche Mitorganisation des Paneuropa Picknicks und des Münchner Bekenntnistages mit Franz Josef Strauß und 14.000 Gästen. Zuletzt wandten sich die bayerischen Köpfe im PEJ-Bundesvorstand Franziskus Posselt (München), Christian Hoferer (Pfaffenhofen), Marcus Schneid (Eichstätt) und Daniel Nagl (Roth) mit einem „Aufruf zum Bekenntnis zu Europa als einzig effektiver Lösungsebene angesichts des aktuellen Flüchtlingsansturms an über 250 bayerische Bunds- und Landtagsabgeordnete.

Diese, von der PEJ Bayern entworfene Forderung griff die „Heidelberger Deklaration“ des PEJ-Bundesvorstandes vom 7. November auf. Konkret fordern die jungen Paneuropäer die Fortschreibung des Lissabonner Vertrages hin zu einer europäischen Verfassung, eine Banken- und Fiskalunion, eine gemeinsame Europäische Außen- und Sicherheitspolitik inklusive Europäischer Armee, sowie ein einheitliches europäisches Asylrecht mit fairer Verteilung und effektivem Schutz der Außengrenzen.

Unterstützung bekamen diese Forderungen von den Gastrednern des Kongresses. Dr. Volker Ullrich MdB, Michael Gahler MdEP, der Heidelberger Stadtrat Matthias Kutsch, der Internationale Präsident der Paneuropa Union Alain Terrenoire, der Präsident der Paneuropa Union Deutschland Bernd Posselt, der Präsident der Paneuropa Union Bayern Dr. Dirk H. Voß und der ehemalige PEJ-Bundesvorsitzende Knut Abraham unterstrichen in ihren Reden eines: wir müssen Europa weiter einigen, nicht trennen!